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Roberts Verhältnis zum eigenen Geburtstag war schon ein besonderes. Das letzte Mal als er ihn so richtig mit geladenen Gästen gefeiert hatte, war er neun Jahre alt gewesen - also vor etwa einem Vierteljahrhundert. Die Erinnerungen daran waren keinesfalls schlecht. Er hatte von einem Klassenkameraden sogar einen Modellbausatz für ein Kriegsschiff bekommen, obwohl derlei Spielzeug im Zuge seiner pazifistischen Erziehung ansonsten kein Platz eingeräumt wurde. Nichtsdestotrotz lud er in den folgenden zweieinhalb Dekaden keine Gäste mehr zum Feiern des abgeschlossenen und Begrüßen des nächsten Lebensabschnitts ein. So ganz war Robert sich nicht im Klaren über seine Motive.

Das Älterwerden machte ihm allerdings rein gar nichts aus. Und wenn doch, dann manifestierte sich das nie an seinen Geburtstagen. Eher schon gefiel er sich nicht in der Rolle des Gastgebers. Die war ihm schlicht ein Greuel. Was wiederum bestimmt nicht an eventuell [ganz sicher] entstehenden Kosten lag. Er wäre stets gern bereit, das Doppelte zu zahlen, nur um nicht in die genannte Rolle schlüpfen zu müssen. Es war vielmehr die damit verbundene Verantwortung, seine Gäste zu unterhalten, die es ihm so schwer machte, in solchen Situationen selbst seinen Spaß zu haben. Aus dieser Erkenntnis erwuchs dann die große Frage, wieso er gerade an seinem Tag am wenigsten Fun haben sollte.

Überhaupt lehnte er es zunehmend ab, von anderen an seinem Geburtstag in Anspruch genommen zu werden. Was nicht immer klappte. Seine beiden Töchter zum Beispiel bekamen das Gefühl, er würde sie nicht lieben, wenn er sie an seinem Geburtstag nicht sehen wollte. Tja, für Yeza und Minou rückte er also etwas ab von seinem Standpunkt und gab ihnen immer die Möglichkeit, seinen Jährungstag an demselben mit ihm zu zelebrieren. Alle anderen aber mussten zurückstehen. Selbst Karo hatte das schnell lernen müssen. Wiewohl sie rein äußerlich gleich Verständnis für seinen Spleen aufbrachte.

Eine andere Sache, die ihm im Zusammenhang mit Geburtstag und Weihnachten so verhasst war, das waren die Geschenke. Und da nahm Karo keine Rücksicht auf seine Macke. Zugegeben, Karo traf auch meistens seinen Geschmack oder die jeweiligen Bedarfe. Das gelang anderen eher selten. Was Robert auch ganz normal fand, es ging ihm da ja genauso. Was er nicht verstehen konnte, war der Zwang, dem sich alle unterwarfen, auch ja nach dem Kalender vermeintlich passende Präsente bereitzustellen. Nicht selten in vollem Bewusstsein, dass es sich um ein Alibi-Geschenk handelte, waren die Spender solcher Gaben mit sich zufriedener, als wenn sie mit leeren Händen dagestanden hätten. Nun, Robert war da genau andersrum. Ein falsches, nicht ins Schwarze treffende Geschenk war ihm tausendmal unangenehmer als wieder einmal nur zu gratulieren. Er hoffte inständig, dass seine Motive glaubhaft rüberkamen und freute sich über jeden, der sich traute, ebenso zu handeln. [feb2002]

MC Winkels beliebter Look-a-like Wettbewerb geht in die dritte Runde und diesmal kann man zwischen zwei Motiven wählen, von denen eines Akimbo-Queen Uma Thurman in der Rolle der Mia aus Pulp Fiction ist... erlaubt ist so ungefähr alles, solang man auch nur anteilig selbst was beisteuert [Perücke, Photoshop, Puder oder ähnliche Sachen]...

akimbo.twoday hat versucht, Michael Stich als Steve Buscemi in der Rolle des Mr. Pink aus Reservoir Dogs einzuschleusen... ich glaub aber, der quengelnde Elmshorner ehemalige Tennisspieler hat sich zu dumm angestellt dabei... zwei Brillen übereinander tragen kann halt nicht jeder

TWIB - Twin In Black