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Robert und Kora betrieben seit einigen Monaten ein seltsames Spielchen. Wenn Robert zu einem seiner geliebten Bücher griff, um es ein drittes, viertes oder xtes Mal zu lesen, dann tat er es hin und wieder mit den begleitenden Worten: "Das ist das beste Buch der Welt". Bei einer dieser Gelegenheiten kam er mit Frans G. Bengtssons Die Abenteuer des Röde Orm in der Hand vom ausgedehnten Klogang zurück und Kora sprang sofort drauf an. "Du bist doch nicht ernsthaft der Überzeugung, dass das das beste Buch der Welt ist", erwiderte sie mit ungespielter Empörung in der Stimme. Wohl nicht, weil sie dem Buch, das sie nie gelesen hatte, irgendwelche Qualitäten absprechen wollte, sondern vielmehr, weil sie glaubte, dass Robert vorher noch ganz andere Bücher auf einen derart erhabenen Thron hieven würde.

Robert saß das dann meist gemütlich aus und mit einem bekräftigenden "doch" nahm das Hin und Her seinen Fortgang. "Was ist denn mit dem Herrn der Ringe? Das müsste doch viel eher dein Lieblingsbuch sein", folgte konsequenterweise von ihrer Seite. "Ja, Lieblingsbuch...", antwortete Robert gedehnt, sowohl zustimmend als auch in Frage stellend, um genüsslich fortzufahren, "aber das hier ist das beste Buch der Welt." So ging es dann meist noch eine Weile weiter. "Ja, Tolkien hat Unglaubliches geleistet... unerreichter Meilenstein... ABER... Bengtssons Erzählstil, dieses Augenzwinkern, dieses in jede Zeile gewobene Schmunzeln von der ersten bis zur letzten Seite... also, vom Erzählstil her, da ist der Bengtsson unerreicht"... und... und... und...

Funktionierte natürlich auch bei anderen Gelegenheiten. Wie neulich, als Robert vom Fernsehprogramm aufblickte und sagte, "Geil, heut gibt's den besten Film der Welt". Kora reagierte prompt und fragte mit deutlich hörbarem Misstrauen, "Was soll denn der beste Film der Welt sein?" Voller Selbstzufriedenheit antwortete Robert, "The Big Lebowski!"... und die nächste Runde von "du bist doch nicht ernsthaft der Meinung, dass..." nahm ihren Lauf. Als Robert vor kurzem im Metrobus 20 auf Höhe des UKE zu Kora sagte, "Die Kunst des Verschwindens von Jim Dodge ist das beste Buch der Welt", vermeinte Kora ihn endlich erwischt zu haben. "Hah, da hast du aber letztens ein ganz anderes Buch genannt... dieses Wikinger-Buch".

Robert war nicht gewillt, sie in seine Sichtweise von "Bestes der Welt"-Kategorien und -Subkategorien einzuweihen. Dafür bereitete ihm ihr Aufbrausen eindeutig zu viel Vergnügen. Er ging einfach nicht auf ihren Einwand ein und behauptete weiter, dass Die Kunst des Verschwindens das beste Buch der Welt sei. Um dem entgegen zu wirken, hatte Kora sich mittlerweile auf die "Was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen"-Strategie verlegt. Spöttisch, beinah abschätzig und vor allem den sicheren Sieg vor Augen in der Stimme, sagte sie dann, "Nimm du ruhig deinen Big Lebowski mit... ich lass dich jedenfalls nicht mitschauen, wenn ich mir alle drei Teile von Matrix angucke..." [2005]

Diana Rigg - Bond Girl und 60's Ikone Emma PeelMan mag ja von den Bond-Girls halten was man will - autonome Akimbo-Heldinnen sind sie eigentlich nicht - doch wenn man sich die inzwischen lange Riege der besseren Hälften an 007s Seite anschaut, wecken sie so manche Erinnerung. Diana Rigg zum Beispiel, die in meinen Augen eine über jede Kritik erhabene Queen of Akimbo als Emma Peel in der britischen Sixties-Serie Mit Schirm, Charme und Melone [Avengers] mimte, hatte ich als Bond-Girl gar nicht auf dem Zettel. War sie aber... wenn auch in dem von den meisten als Bond-Persiflage verstandenen 007-Abenteuer Im geheimen Dienste ihrer Majestät. Oder war Casino Royale die Persiflage? Tjor, so sattelfest bin ich im Bond-Genre auch nicht... deshalb hatte ich auch ganz vergessen, dass neben den etablierten Akimbo-Heldinnen Halle Berry, Denise Richards [für die Rolle als Bond-Girl gewann Denise den Razzie Award als schlechteste Nebendarstellerin, sie und ihr Gespiele Pierce Brosnan waren als schlechtestes Filmpaar nominiert], Michelle Yeoh auch meine große Jugendliebe Sophie Marceau einen Auftritt in der nie enden wollenden Serie um den amorösen Gentleman-Agenten hatte.

Eine schick gemachte Seite, die alle Bond-Girls in Bildern vorstellt und dazu sicher auch noch interessante Dinge zu erzählen hat [ist leider in Französisch und mein Vokabular hab ich vor vielen Jahren in Küchen- und Touristen-Italienisch umgewandelt] findet man hier. Über den Bond, James Bond hat man dort wohl auch noch was zu berichten, aber da hab ich nicht so hingeschaut...