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Das neue Jahr stand ganz im Zeichen des Euro. Es war kaum eine Viertelstunde alt, da hatte Robert die ersten Euro-Gierigen in eine nahe gelegene Haspa-Filale stürzen sehen. Warum? Man hatte doch noch zwei Monate Zeit, die D-Mark-Bestände aufzubrauchen. Ein paar Meter weiter skandierte eine vom Neujahrssekt beschwipste Gruppe einen Abgesang auf die bisherige Landeswährung. "Tschüß, die D-Mark. Schön wars mit uns zwei!" oder so lautete der Text der alkoholisierten Liedermacher. Robert fragte sich, wie man so etwas Belangloses wie die Farbe, das Aussehen oder auch den Namen des heimischen Zahlungsmittels zum inhaltlichen Kernthema des Jahreswechsels machen konnte. Auf der anderen Seite konnte Robert sich sehr wohl vorstellen, dass es keinen besseren Katalysator für das europäische Gemeinschaftsempfinden geben könne, als eine gemeinsame Währung. Der schnöde Mammon ist uns doch am nächsten, wusste Robert sich und seine Euroland-Mitbürger richtig einzuschätzen. [2002]