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Ich fühle mich mitunter missverstanden. Geht wohl jedem so. Aber nicht jeder fühlt sich auf dieselbe Art missverstanden wie ich. Ich kann mich zum Beispiel hin und wieder aufregen - weil ich mich aufregen möchte. So habe ich mich vor ein paar Jahren über den vermeintlich im Entstehen begriffenen Bagels-Hype echauffiert. Um die Jahrtausendwende herum bin ich mit einem Kollegen nach L.A. geflogen und der hat sich ganz explizit darauf gefreut, endlich wieder Bagels essen zu können. Wenn man jetzt mit meinem Kopf hört und denkt, dann kommt da in etwa so etwas an: ich freue mich darauf, dass ich endlich wieder Brötchen mit großem Loch in der Mitte essen kann, dass ich endlich wieder mehr für weniger bezahle. Die elf Tage L.A. waren ja flott vorbei, aber nicht allzu lange danach, tauchten die ersten Brötchen mit Loch in der Mitte Spezialläden auf. Da hab ich mich in Gesellschaft meiner drei Akimbas noch einmal so richtig aufgeregt (weil ich wollte) und seitdem denken die drei, ich würde Bagels nicht mögen. Irgendetwas ist schief gelaufen.

Achso, ja, Belly-off und so: mein Gewicht fühlt sich super an - hab ja keine Waage. Super geteilt durch Einsachtzig² ist ein BMI-Wert von... hmm... Super! Ist unteilbar, glaube ich. Der Vatertag hat jedenfalls nicht so reingehauen, wie man hätte denken können. Und im Grunde wär's mir auch egal, solange ich weiter meine täglichen Runde laufe. Das mach ich. Sogar (so gut wie) immer vor dem Aufstehen. Beim letzten Wiegen am Sonntag habe ich allerdings einen theoretischen Rückschlag erlitten. Da hieß es 76,5 Kilo durch Einsachtzig² ist gleich BMI von 23,6. Kann ich aber auch gut mit leben, weil ich immer noch nicht so recht weiß, was mir dieser Wert bringen soll.