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Dank der Initiative des Logopaeden berichten die ein oder anderen Blogger weiterhin von ihren Bemühungen um eine stattlichere Figur, bessere Kondition und/oder - wie in meinem Fall - von den Bemühungen um die schrittweise Domestizierung des inneren Schweinehunds.

Da ich mangels Waage ausgesprochen selten auf eine solche steige und sich bei meinen Fotos allein durch Laufen vermutlich nur noch wenig tun wird, konzentriere ich mich in der Weiterführung von MC Winkels "Belly off" Projekt für heute mal auf meine Erlebnisse beim morgendlichen Lauf um den heimischen Weiher.

Als ich vor beinahe 5 Monaten mit dem Laufen begonnen habe, da quälten mich Strecken, die ich Jahre zuvor für lächerlich gehalten habe. Aufmerksame Leser wissen, das Laufen mochte ich noch nie, aber können konnt' ich's. Nun musste ich also erstmal mit völlig unter meiner Würde liegenden 3,5 (verkürzten) Runden um den Parkteich vorlieb nehmen. Danach war ich alle. Davor hatte ich mich den lieben langen Tag davor gedrückt, endlich meine Runden in Angriff zu nehmen. Und währenddessen? Währenddessen versuchte ich - so gut es ging - möglichst ökonomische 3,5 Runden zu laufen. Das heißt, ich habe die meisten Kurven geschnitten und war ziemlich ungnädig mit anderen Parkbesuchern, die meinem Energiesparmodus im Weg standen. Ob Spaziergänger oder Sportler. Mir doch scheißegal.

Im Eimsbütteler Park "am Weiher" darf man laut Ausschilderung den Rundlauf in beiden Richtungen vollziehen. Was ja an sich eine gute Sache ist. Die meisten Leute laufen natürlich gegen den Uhrzeiger. Ich auch. Ist einfach besser. Die wenigen, die mit dem Zeiger laufen, genießen allerdings einen nicht unerheblichen Vorteil. Sie tun allesamt so, als wären sie Autos und laufen dementsprechend über fast die gesamte Strecke innen. Wir sind ja nicht in England, Kenia, Pakistan, Indien oder Hongkong. Wäre ich einer von ihnen, würde ich mein unsoziales Innen-only Laufen auch als ach so praktische nonverbale Verständigung verkaufen. Ich laufe aber nun einmal nicht mit, sondern gegen den Uhrzeiger und daher habe ich mich in den ersten Wochen und Monaten viel mit der Erziehung meiner Parkgenossen befasst.

Stur, wie mein Opa, der in Freiburg-Günterstal auch dann noch auf seine Bergvorfahrt beharrt hatte, wenn die entgegenkommende Straßenbahn bereits im einspurigen Torbogen steckte, ging ich jede zweite Runde innen an. Mit gesenktem Haupt. Wenn ich ausreichend kaputt angepisst vom Laufen war, dann machte ich mit meiner Parkpädagogik auch nicht vor den athletischen Riesenkerlen halt. Wenn aber jemand aussah, als würde ihm der Lauf/Gang um den Weiher größere Schwierigkeiten bereiten als mir, dann beließ ich es bei bösen Blicken durften diese sich gern wie Autos vorkommen und verhalten. Gab genug andere, über die ich mich ärgern konnte. Läufer zum Beispiel, die ihr Fahrrad an der Innenbahn abstellen. Ja, wissen die denn nicht, wieviel Kraft das kostet so einen Drahtesel zu umgehen? Natürlich auch Kinderwagenmuttis, die zu dritt oder viert Panzerreihen bilden. Und ich darf das sagen, ich war selbst Kinderwagenmutti. Aber: als meine Akimbo-Töchter so klein waren, dass sie beide geschoben werden mussten, da hatte ich eine Karre, in der sie hintereinander saßen/lagen. Gehört sich einfach so. Ganz schlimm sind auch Hundebesitzer, die sich von ihren Vierbeinern ziehen lassen. Nachdem die 15-Meter Leine voll ausgefahren ist. Abgesehen davon, dass auch Hunde an kurzer Leine oder (verbotenerweise) komplett ohne Geschirr bevorzugt auf der Innenseite schnuppern. Egal, in welcher Richtung sie laufen.

Der Eimsbütteler Park "am Weiher" verfügt aber noch über eine Besonderheit. An einer Seite des Teichs ist der Laufweg halb gepflastert. Ich bevorzuge den vermeintlich Gelenk schonenden Sand. Versteht sich von selbst. Da habe ich schließlich ein Vorrecht. Zumindest gegenüber denen, die langsamer unterwegs sind, weil deren Knochen aus geringerer Höhe auf den Untergrund treten. Spaziergänger und Nordic Walker also. Auch das stur nebeneinander walkende Pärchen mit knallroten Windbreakern im Partner-Look. Die ließen sich allerdings nicht umerziehen (bisher). Zur Strafe heißen sie bei mir nur noch Ein-Euro-Jogger. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit den stigmatisierten Arbeitslosen meiner Hansestadt, die solche Jacken täglich in Sachen Stadtmarketing tragen müssen.

Der Fitness sei Dank, muss ich heute nicht mehr ganz so oft pädagogisch tätig werden .-)



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SciFi-Horror [USA 1991]. Regie: David Fincher [Fight Club]

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