intern
Du bist 39 und hast aus heiterem Himmel das Laufen begonnen, obwohl dir graue Haare und Geheimratsecken ja ach so gut stehen würden. Deine Töchter gehen auf die - in gewissen Kreisen - angesagtesten weiterführenden Schulen der Hansestadt, aber leben seit neun Jahren die meiste Zeit bei der Mutter. Der Karrierezug ist längst abgefahren und du hast des Öfteren das Gefühl, mit dem Taschengeld von '85 wärst du liquider als heute. Dein Freundeskreis kann sich auf einem Bierdeckel formieren, auch wenn du dein (grünes) Becks lieber aus der Flasche trinkst. Wenn du trinkst. Was du kaum noch machst, weil du selten ausgehst. Dafür rauchst du wie ein Schlot. Auf dem Hans-Albers-Platz warst du zuletzt am Vatertag '06. Davor am Vatertag '05. In diesem Jahr verbringst du den Vatertag (aller Voraussicht nach) in einem Kanu auf der Ilmenau. Bleibt zu hoffen, dass du dieses Jahr nicht am Hans-Albers-Platz landest. Hausschuhe hast du keine, dafür aber einen kackbraunen Fleece-Morgenmantel aus dem Sortiment eines großen deutschen Discounters. Wohnen kannst du nur in Eimsbüttel. Die vier Jahre in Winterhude bezeichnest du als Deine Jahre im Exil. Du bist kein cooler Kauboi. Du bist Ich.
Inspiriert durch Jennies "Bist DU ein cooler Kauboi?" sowie Menottis Kommentar dazu ...
Inspiriert durch Jennies "Bist DU ein cooler Kauboi?" sowie Menottis Kommentar dazu ...
Der Mensch ist ja ein Gemeinschaftstier und so wohnen die meisten von uns auch nicht allein. Weder in Blankenese, noch in Billstedt. Zumindest Nachbarn haben wir. Viele von uns im gleichen Haus – nicht hunderte Meter entfernt und auch nicht durch einen schmiedeeisernen Zaun getrennt. Was ja eine gute Sache ist. Wer will schon für ein flott geborgtes Ei oder eine Tasse Zucker in den Bus steigen müssen?
Nachbarn können mitunter allerdings ausgeprägte Spleens haben. So bringt der eine vielleicht täglich seinen immer gleichen Müll nach unten. Taschentücher, Kippenreste und Orangenschalen, nur um die Tüte kurz vor den Mülltonnen an der Hauswand zu entleeren. Manche Nachbarn kommen auch aus dem Urlaub als Akkordeonspieler zurück und unterhalten ungefragt den sonst so heimeligen Hinterhof mit Herzschmerz-Melodeien ihres Schifferklaviers. Oder sie entdecken plötzlich ihre Liebe für den gemeinsamen Nordgarten, der zuvor jahrelang den fast morbiden Charme eines Dornröschenparks versprühen durfte, nun, sorgsam geharkt und artig bepflanzt, Fenster in eine fremde Welt zu sein scheint. Schnell gilt man als Faulpelz, der Efeu, Unkraut und Farne aufgrund der leichten Pflege und nicht etwa ihrer grünen Farbe wegen zu seinen liebsten Gattungen zählt. Vor ebendiesem Nachbarn, der fünf Jahre zuvor erstmals das „gemachte“ Grün betreten hatte und sagte, er sei nicht so der Gartentyp. Er würde höchstens mal ein paar Zwiebeln streuen. Tut sich so ein derart gewandelter, so ein Garten-Paulus, mit anderen Nachbarn zu einer Gemeinschaft Aktiver zusammen, dann ist schnell klar, auf wessen Verandatür das Streufeuer der geliehenen Häckselmaschine gerichtet wird.
Und dann gibt es natürlich noch die klassischen Typen – die Hackengeher, die Handwerker und Möbelrücker, die mit der wenig intimen Libido, die Fahrradparkplatzdiebe, die Spiongucker und Treppenhauslauerer, die Duschtenöre, die Partykönige und direkt gegenüber die Spaßbremsen, die Kinderkarrensammler, die Kohlkocher, die Streithähne … aber auch die Paketannehmer, Schlüsselverwahrer und Blumengießer. Zu manch einer Kategorie darf oder muss man sich selber zählen. Nachbarn sind so. Dafür kann man sich eben flott ein Ei oder eine Tasse Zucker borgen.
Man kann allerdings auch Mitbewohner haben, wenn man einziger Mieter der Wohnung ist. Ratten zum Beispiel. Und glauben wir den Medien, dann nehmen diese unfreiwilligen Wohngemeinschaften im städtischen Umfeld zu. Was sich dann wiederum in der Kompetenz jüngst gegründeter Kammerjäger-Unternehmen widerspiegelt. Rasch zwei Köderboxen aufgestellt, sagen sie einem im Gehen, man solle sich in ein, zwei Wochen wieder melden, ob nun Ruhe sei. Gern ist dann auch Ruhe, und tatsächliche Fachleute in Sachen Rattenbefall – Maurer zum Beispiel – können einem sagen, warum. Die können einem dann auch sagen, warum die Plagegeister nach wenigen Wochen wieder da sind. Kurze Frage nach der Größe des Nagetiers und die Typbeschreibung steht: Wanderratte. Tja, hätte der Kammerjäger auch fragen können. In den wirklich wichtigen Momenten steht einem der vermeintliche Experte sowieso nicht zur Seite. Was tun, wenn nun eine Ratte tatsächlich vom Gift umnebelt, auf einmal ach so knopfäugig auf den Hauptmieter zutaumelt – das Feindbild dadurch gleichermaßen ins Wanken bringt?
Nun, es gibt Geschichten aus der Nachbarschaft, die dürfen einfach kein Happy-End haben, so wie „Romeo und Julia“. Andere dagegen schon. Vielleicht wird es ja die mit dem bekehrten Gartenliebhaber sein. Immerhin hat er die meisten Farne stehen lassen und den Holzschredder hat er sich auch nie wieder ausgeliehen.
Nachbarn können mitunter allerdings ausgeprägte Spleens haben. So bringt der eine vielleicht täglich seinen immer gleichen Müll nach unten. Taschentücher, Kippenreste und Orangenschalen, nur um die Tüte kurz vor den Mülltonnen an der Hauswand zu entleeren. Manche Nachbarn kommen auch aus dem Urlaub als Akkordeonspieler zurück und unterhalten ungefragt den sonst so heimeligen Hinterhof mit Herzschmerz-Melodeien ihres Schifferklaviers. Oder sie entdecken plötzlich ihre Liebe für den gemeinsamen Nordgarten, der zuvor jahrelang den fast morbiden Charme eines Dornröschenparks versprühen durfte, nun, sorgsam geharkt und artig bepflanzt, Fenster in eine fremde Welt zu sein scheint. Schnell gilt man als Faulpelz, der Efeu, Unkraut und Farne aufgrund der leichten Pflege und nicht etwa ihrer grünen Farbe wegen zu seinen liebsten Gattungen zählt. Vor ebendiesem Nachbarn, der fünf Jahre zuvor erstmals das „gemachte“ Grün betreten hatte und sagte, er sei nicht so der Gartentyp. Er würde höchstens mal ein paar Zwiebeln streuen. Tut sich so ein derart gewandelter, so ein Garten-Paulus, mit anderen Nachbarn zu einer Gemeinschaft Aktiver zusammen, dann ist schnell klar, auf wessen Verandatür das Streufeuer der geliehenen Häckselmaschine gerichtet wird.
Und dann gibt es natürlich noch die klassischen Typen – die Hackengeher, die Handwerker und Möbelrücker, die mit der wenig intimen Libido, die Fahrradparkplatzdiebe, die Spiongucker und Treppenhauslauerer, die Duschtenöre, die Partykönige und direkt gegenüber die Spaßbremsen, die Kinderkarrensammler, die Kohlkocher, die Streithähne … aber auch die Paketannehmer, Schlüsselverwahrer und Blumengießer. Zu manch einer Kategorie darf oder muss man sich selber zählen. Nachbarn sind so. Dafür kann man sich eben flott ein Ei oder eine Tasse Zucker borgen.
Man kann allerdings auch Mitbewohner haben, wenn man einziger Mieter der Wohnung ist. Ratten zum Beispiel. Und glauben wir den Medien, dann nehmen diese unfreiwilligen Wohngemeinschaften im städtischen Umfeld zu. Was sich dann wiederum in der Kompetenz jüngst gegründeter Kammerjäger-Unternehmen widerspiegelt. Rasch zwei Köderboxen aufgestellt, sagen sie einem im Gehen, man solle sich in ein, zwei Wochen wieder melden, ob nun Ruhe sei. Gern ist dann auch Ruhe, und tatsächliche Fachleute in Sachen Rattenbefall – Maurer zum Beispiel – können einem sagen, warum. Die können einem dann auch sagen, warum die Plagegeister nach wenigen Wochen wieder da sind. Kurze Frage nach der Größe des Nagetiers und die Typbeschreibung steht: Wanderratte. Tja, hätte der Kammerjäger auch fragen können. In den wirklich wichtigen Momenten steht einem der vermeintliche Experte sowieso nicht zur Seite. Was tun, wenn nun eine Ratte tatsächlich vom Gift umnebelt, auf einmal ach so knopfäugig auf den Hauptmieter zutaumelt – das Feindbild dadurch gleichermaßen ins Wanken bringt?
Nun, es gibt Geschichten aus der Nachbarschaft, die dürfen einfach kein Happy-End haben, so wie „Romeo und Julia“. Andere dagegen schon. Vielleicht wird es ja die mit dem bekehrten Gartenliebhaber sein. Immerhin hat er die meisten Farne stehen lassen und den Holzschredder hat er sich auch nie wieder ausgeliehen.
Das Wort Hype gehört ja per se zu den negativ belegten. Und wenn es darum geht, dass jede blondierte Eppendorf-Mutti so einen aufgehübschten Geländepanzer fahren muss und Ähnliches, dann findet man mich auch auf der Seite derjenigen, die Hypes Bäh! finden. Aber einem Hype muss ich jetzt doch einmal die Lanze brechen, weil ich es bisher nur in kleinem Kreis getan habe, glaube ich.
Die aktuelle und vor wenigen Jahren begonnene Laufrad-Hysterie finde ich schwer befürwortbar! Ihr wisst schon, es fing alles mit diesen rundum politisch korrekten Holzrädchen ohne Pedalen an und heute gibt's die auch in knalligen Farben und in einer Kombination aus Metall und Plastik von vermutlich ebendem Hersteller, dem meine elf Jahre jüngere Schwester ihr verdammenswertes Dreirad mit Elternlenkstange zu verdanken hatte.
Ich will mich jetzt gar nicht in irgendwelchen psychomotorischen Details verlieren, warum so ein Laufrad für die Entwicklung des kindlichen Gleichgewichtssinns fantastisch und ein Dreirad - noch dazu geschoben per Elternlenkstange - dieses eben gerade nicht ist. Ich betrachte diesen Hype schlicht als kleinen aber wichtigen Beitrag zur Errettung unsrer schwer angeschlagenen Couch-Potato Gesellschaft und hoffe, dass er sich weiter ausbreitet, so dass jeder noch so unreflektierte Erziehungsverantwortliche seinem Nachwuchs so ein Ding unter den von Natur aus bewegungswilligen Hintern klemmt...
Apostel, die Zweite
Die aktuelle und vor wenigen Jahren begonnene Laufrad-Hysterie finde ich schwer befürwortbar! Ihr wisst schon, es fing alles mit diesen rundum politisch korrekten Holzrädchen ohne Pedalen an und heute gibt's die auch in knalligen Farben und in einer Kombination aus Metall und Plastik von vermutlich ebendem Hersteller, dem meine elf Jahre jüngere Schwester ihr verdammenswertes Dreirad mit Elternlenkstange zu verdanken hatte.
Ich will mich jetzt gar nicht in irgendwelchen psychomotorischen Details verlieren, warum so ein Laufrad für die Entwicklung des kindlichen Gleichgewichtssinns fantastisch und ein Dreirad - noch dazu geschoben per Elternlenkstange - dieses eben gerade nicht ist. Ich betrachte diesen Hype schlicht als kleinen aber wichtigen Beitrag zur Errettung unsrer schwer angeschlagenen Couch-Potato Gesellschaft und hoffe, dass er sich weiter ausbreitet, so dass jeder noch so unreflektierte Erziehungsverantwortliche seinem Nachwuchs so ein Ding unter den von Natur aus bewegungswilligen Hintern klemmt...
Apostel, die Zweite
Es gibt ja Sachen, da freut man sich das ganze Jahr drauf. Früher mal da konnte das Ostern sein, eher noch Weihnachten, vielleicht gar der eigene Geburtstag, obwohl ich mir das heute gar nicht mehr so recht vorstellen kann. Die wenigsten dieser Sachen sind eng an die äußeren Witterungsbedingungen gekoppelt, sieht man einmal von Ostern ab, und selbst da kann man ja die Eiersuche spontan in die Wohnung verlegen. Für das vergangene Wochenende war jedenfalls der Besuch des Nordcons geplant. Der hatte im letzten Jahr so viel Lust auf mehr gemacht, dass ich diesmal mit meiner kleinen Family gewandet erscheinen wollte. Haben wir auch gemacht, war ja schließlich seit einem Jahr so geplant. Allein, es wollte nicht dieselbe Freude aufkommen wie im Minutensommer 2005. ÜRGS... so ein Pisswetter! Erstaunlicherweise war der Weberspark zu Eimsbüttel dennoch rappelvoll mit aufwändig verkleideten Fantasy-Freunden. Horden von Orks, Scharen von Rittern, Elfen und Teufelchen gaben sich ein Stelldichein und ließen sich gnadenlos die grüne, schwarze oder Holsteinkuh gefleckte Schminke vom Körper waschen. Piss off, Petrus. Wirklich. Einmal im Jahr nur, einmal im Jahr... und dann das. Kommst gleich nach Hoeneß bei mir jetzt!
Ich halte mich ja für einen ausgesprochen duldsamen Menschen. Was mir auch von meiner Umwelt immer wieder bestätigt wird. Oft in bewundernde Worte gekleidet, manchmal auch nicht. In einem Punkt jedenfalls halte ich mich selbst für zu duldsam. Bei Lügnern. Da bohre ich bewusst nicht nach, um das ganze Lügengebilde zum Einsturz zu bringen. Nein, ich registriere das unwahre Geschwätz und hoffe, dass es damit dann getan sei. Eben, weil ich mir zu schade dafür bin, noch das ganze Paket an Folgelügen aufgetischt zu bekommen. Mag nicht [noch weiter] für dumm verkauft werden. Hat natürlich den Effekt, dass der Lügner mit seiner Lüge durchkommt. Vermeintlich zwar, aber immerhin. Selbst in den Fällen, wo der Lügner weiß, dass ich ihm den Quatsch nicht abnehme, ist die Angelegenheit für ihn zufrieden stellend abgelaufen. Hauptsache, nicht enttarnt werden, lautet wohl die Devise.
Es gibt aber noch eine andere Seite an mir. Hat auch mit Gesprächskultur zu tun. Mit dem nicht für dumm verkauft werden wollen. Mit meiner Zeit, die mir dafür zu schade ist. Wenn nämlich jemand im Gespräch ein und dieselbe Sache mehrfach erläutert. Ob nun mit den gleichen Worten [kommt oft genug vor] oder eben mit anderen, da geht mir der Hut hoch. Kommt natürlich auf die Runde an. Am Tresen verzeih ich sowas gern *hrhr*... merke es vielleicht nicht einmal. Auch Wiederholungen eher alzheimerischer Ursache, nehm ich stoisch hin. Wenn es aber Teil einer Runde ist, die auf ein Ergebnis hinarbeitet, und derjenige glaubt, sein Anliegen unterstreichen zu müssen, dann hau ich bei der ersten, spätestens bei der zweiten Wiederholung dazwischen. Das überrascht nicht selten. Weil man mich doch als so duldsam kennt...
Nix is! Schluss mit duldsam! Vor allem bei Verwendung genau der gleichen Worte. Da höre ich nur noch, dass man mich für beschränkt hält. Oder warum sonst wird mir das noch einmal um die Ohren gehauen?
Es gibt aber noch eine andere Seite an mir. Hat auch mit Gesprächskultur zu tun. Mit dem nicht für dumm verkauft werden wollen. Mit meiner Zeit, die mir dafür zu schade ist. Wenn nämlich jemand im Gespräch ein und dieselbe Sache mehrfach erläutert. Ob nun mit den gleichen Worten [kommt oft genug vor] oder eben mit anderen, da geht mir der Hut hoch. Kommt natürlich auf die Runde an. Am Tresen verzeih ich sowas gern *hrhr*... merke es vielleicht nicht einmal. Auch Wiederholungen eher alzheimerischer Ursache, nehm ich stoisch hin. Wenn es aber Teil einer Runde ist, die auf ein Ergebnis hinarbeitet, und derjenige glaubt, sein Anliegen unterstreichen zu müssen, dann hau ich bei der ersten, spätestens bei der zweiten Wiederholung dazwischen. Das überrascht nicht selten. Weil man mich doch als so duldsam kennt...
Nix is! Schluss mit duldsam! Vor allem bei Verwendung genau der gleichen Worte. Da höre ich nur noch, dass man mich für beschränkt hält. Oder warum sonst wird mir das noch einmal um die Ohren gehauen?
Ich bin ja nun seit ziemlich genau 12 Jahren und einem Tag Vater. Einfacher Vater. Zweifacher Vater noch nicht ganz so lang. Erziehe also schon eine geraume Zeit. Kann auch nicht alles falsch gemacht haben, da ich meine beiden Akimbo-Töchter echt klasse finde... gut, das will nichts heißen - gibt genug Negativ-Beispiele, bei denen die Eltern dasselbe denken *hrhr*... jedenfalls bin ich der Ansicht, dass Eltern neben der Liebe, die sie ihren Kindern unmissverständlich entgegen zu bringen haben [klingt bescheuert, aber ihr wisst, was ich meine], auch weniger angenehme Aufgaben haben. Grenzen setzen, Regeln vermitteln, Konsum unterschiedlichster Art rationieren zum Beispiel [anders gesagt: Liebe auf eher missverständliche Art zeigen *hrhr*]. Weiterhin bin ich der Ansicht, dass Omas [Großmütter] sich nicht an alle Vorgaben der Eltern zu halten haben, sondern diese hin und wieder unterwandern dürfen. In Maßen. Ich denke da etwa an TV- oder Süßigkeitenkonsum. Wenn Omas aber zum Geburtstag etwas verschenken, dass auf der No-Go-Liste steht, dann finde ich das unter aller Sau. Vor allem aber verstehe ich es nicht. Erstens wird dem Kind etwas wieder weggenommen, über das es sich gefreut hat. Zweitens haben die Eltern deswegen ein mordsschlechtes Gewissen. Drittens hängt der Haussegen zwischen Oma und Eltern jetzt aber mal so richtig schief...
Und das alles hat die Oma eigentlich vorher wissen müssen...
Und das alles hat die Oma eigentlich vorher wissen müssen...

Allerorten sind die Weihnachtsgrüße schon geäußert, die Besucherzahlen trudeln auf "unter Wochenende Niveau" und auch ich brauche seit heute und bis zum Beginn des neuen Jahres das erwähnte Großraumbüro mit meinem Supergirl Wallpaper nicht mehr aufzusuchen...
Apropos, bevor ich gestern das Office verließ, gab es noch eine kleine Feierlichkeit. Mit Gebäck und selbstgemachtem Glühwein. Gegorene Traubensäfte trink ich aber leider nicht mehr, seit ich mich mit elf Jahren auf der Silvesterfeier meiner Eltern unbemerkt an den Sekt- und Weinresten gütlich getan habe. Schadlos gehalten kann man da nicht sagen und gütlich wars am Ende auch nicht mehr. Es war meine erste alkoholbedingte Spuckerei - und sie war prägend. Egal, denn eine Kollegin brachte gestern ein anderes Rezept und die entsprechenden Zutaten mit. Im Grunde eine heiße Caipirinha. Zuckerrohrschnaps brasilianisch, reichlich Rohrzucker, gepresste Zitrone, heißes Wasser und - jetzt kommts - ordentlich frischen, gestiftelten Ingwer! Boah, lecker. Hätt ich nicht gedacht...
Roh essen sollte man den Ingwer allerdings nicht. Auch dann nicht, wenn man erkältet ist. Der Kollege mit dem vermeintlichen Bornholm Wallpaper [was vermutlich eher eine Finca darstellt] hats probiert. Fünf Minuten später ist er nach Hause gegangen...
Wie bekomme ich jetzt wieder den Bogen zu meinem eigentlichen Anliegen hin? Weiß ich nicht. Muss ich denn? Ney! Also, bevor sich hier gar keiner mehr blicken lässt, jag ich selber noch die frohe Botschaft heraus:
Schöne Feiertage, wie immer ihr sie auch begeht!

Tjor, ich selbst bin ja jetzt nicht sooo berühmt für Adventsromantik, meiner kleinen Familie ist das egal. Die ziehen das auch ohne mich durch *hrhr*... wissen aber auch genau, wie sie mich doch noch rumkriegen - wenn man sich anschaut, was da gebacken wurde [Bild klicken]

MC Winkel wird heute nicht wie jedes Jahr 29, sondern 19! Hab ich zumindest gelesen... und dazu gratuliere ich: Herzlichen Glückwunsch, Emme! Mit 19 ist man selbstverständlich zu jung, um die tanzende Tante oben auf dem Bild zu kennen. Es ist "Buffalo Gal" Neneh Cherry, die Schwester von Eagle Eye, den man in deinem Alter vielleicht grad noch auf der Platte hat *hrhr*... jedenfalls habe ich zum Überbringen der Glückwünsche nach jemandem gesucht, der für die Verbindung von Hiphop und akimbo Patin stehen könnte. Erste Wahl waren natürlich die "Push it" Tanten von Salt'n'Pepa, die rechts von Neneh mit gezücktem MC-Finger oder [mit prächtigstem Haarkleid] im Mezzo-Akimbo stehen... aber die kann der MC ja noch weniger kennen. Also, wer soll nun die Gratulation des akimbo Magazins und seines unterbezahlten Langzeitpraktikanten Schroeder überbringen? Da fiel uns einfach niemand mehr ein, außer dem MC seine Mudder selbst. Happy Birthday, Emme!
Nachdem Bittersweet Choc sich so über das hiesige Mediengebaren echauffiert hatte, wollte ich doch einmal wissen, wie es unseren Landsleuten im Münsterischen tatsächlich geht. Schwupps hab ich mir von der HEW Vattenfall einfach mal den Strom abstellen lassen. Macht sich im Winter besonders gut. Als ich um halb Fünf etwa zuhause ankam, wars dort schon so finster, dass das Innere eines Bärenarsches warm und freundlich dagegen wirkt*. Praktischerweise hatte ich eine Batterie betriebene Fahrradlampe zur Hand und konnte so flugs ein paar Sachen packen und zu meiner Akimba umsiedeln. Soviel zu meiner Münsterland Experience. Heute zwischen 14 und 18 Uhr wollen die Herren Vattenfall kommen, um meinen Haushalt wieder zu entmünsterisieren. Gut so...
*Zitat: Tarzoon - Schande des Dschungels
*Zitat: Tarzoon - Schande des Dschungels






