wm.fieber

Dieser Tage wird ja schlichtweg alles vor dem Hintergrund der anstehenden Fußball-WM in Buffer und Stutzen gesteckt, mit magentafarbenen Pentagonen be
1. Carnival de Paris – Dario G
2. Three Lions – Baddiel & Skinner & The Lightning Seed
3. D’ont Look Back in Anger – Oasis
4. The Original Pokalfinale – Adrion & Eger
5. You’ll Never Walk Alone – Navyjacke
6. Tubthumping – Chumbawamba
7. Azzuro – Die Toten Hosen
8. Un estate italiana – Gianna Naninni & Eduardo Bennato
9. Ain’t Talking Bout Dub – Apollo 440
10. Played-A-Live – Safri Duo
11. Forca – Nelly Furtado
12. Campione 2000 – E-Type
13. The Cup of Life – Ricky Martin
14. Do You Mind If I Play – Youssou N’Dour & Axelle Red
15. Love Generation – Bob Sinclar
16. Go West – Pet Shop Boys
17. Carnival de Paris (Remix) – Dario G
Das ertragen voraussichtlich die wenigsten, obwohl ich schon auf Humpta-Humpta Marschmusik wie Fußball ist unser Leben verzichtet habe [was übrigens auch für 2006 neu aufgelegt wurde]. Ich selbst würde die Zusammenstellung nicht ertragen, hätte ich sie nicht einem höheren Ziel untergeordnet. Geht hier schließlich nicht um Vergnügen, sondern um das Einschwören auf ein Sieg bringendes Meta-Bewusstsein .-)
Ich bin ja als junger Mensch viel nach Italien gefahren. Nach Süditalien, weil ich da mal per Zufall einige Freundschaften geschlossen habe. Das war ne tolle Zeit. Nie allein, aber stets unangemeldet in einer Kleinstadt namens Bisceglie erschienen. Und obwohl der junge und nicht mehr ganz so junge Italiener ansich bei seinen Eltern wohnt, wurden wir jedesmal fein untergebracht. Mal im ausgebauten Jugendkeller, mal beim Onkel vor den Toren der Stadt [der davon nichts wusste und uns mit dem Besen vertreiben wollte], mal im fürstlichen Gästezimmer, mal in ungenutzter, teilmöblierter Wohnung [da waren wir zu siebt, unangemeldet] und einmal in einer Garage mit Badezimmer und Marmorfußboden. Lernte man neue Menschen kennen, dann war natürlich meist die erste Frage, wo man denn herkäme und wenn man dann mit Hamburg antwortete, gab es stets die gleiche Reaktion. "Ah, Amburgo.... Magath, grrr!" Das war toll. Für mich jetzt nicht so rundum zufriedenstellend, weil ich ja gar kein HSV-Fan bin, aber in Sachen Europapokal bin ich erklärter Fußballpatriot und konnte die Ehrungen aufrichtig entgegen nehmen. In dieser Angelegenheit wich der Italiener dann aber schnell auf den Ländervergleich aus und auch wenn wir uns vor dem Jahre 1990 in vielen Jahrzehnten davor besser geschlagen hatten als die Azzuri, endeten derlei mit Händen, Füßen, Küchenitalienisch und Englischbrocken geführte Diskussionen stets mit: Wir 3, ihr 2! Weltmeistertitel nämlich. Das wurmte.
Dann aber kam das Jahr 1990. Italia Novanta. Und schon bevor die WM angepfiffen wurde, waren Menotti und ich uns sicher, aber sowas von sicher, dass unsere Fußball-WG am Ende Weltmeister sein würde. Dreifacher. Endlich. Der Corriere dello Sport hatte wohl ähnliche Befürchtungen, da er nach dem Auftaktsieg der Deutschen gegen Jugoslawien titelte, "Der Panzer fährt nach Rom." Martialisch, klar. Wir fandens toll und dachten genauso. Es kam, wie es kam. Die Italiener unterlagen im Halbfinale Argentinien. Der Panzer fuhr nach Rom und Brehme haute den Gauchos den Elfer ins Tor, dass kein Pommes zwischen Pfosten und Ball gepasst hätte. Sieg. Siebter Himmel. Singen auf dem Kiez.
Am nächsten Tag kaufte ich mir die Gazzetta dello Sport, weil die so schön rosa ist. Dort stand zu lesen: "Germania Campione - Schillacci sul trono del gol." Da uns der sizilianische Torschützenkönig aber wenig interessierte, transplantierte ich stattdessen von Seite 5 die Zeile "Brehme sale sul trono" auf den Titel. Das heißt soviel wie "Brehme besteigt den Thron." Das gefiel uns besser. Alles andere beließen wir, wie es war und ließen uns zwei T-Shirts mit dem Gazzetta-Titel bedrucken.
Drei Tage später packten wir Menottis hammerschlaglackierten Ford Granada, den wir Il Panzer getauft hatten, und fuhren nicht nach Rom, aber eben nach Süditalien. Kaum an der Österreichisch-Italienischen Grenze angekommen, warfen wir uns die Shirts über und gingen direkt dort den ersten Espresso trinken. Das war ein Fest. Jeder, wirklich jeder Italiener klopfte uns auf die Schulter, weil wir doch die betrügerischen Argentinier rausgehauen hätten. Klar, wenn die Azzuri ins Finale gekommen wären, dann hätte alles ein anders Ende genommen, fügten sie dann an. Aber, wir hatten es Aubergine auf Pink! Wir 3, ihr 3! Ein toller Urlaub.

Gestern dann wollte ich den Gazzetta-Titel rekonstruieren, um die T-Shirts, die viel getragenen, längst verschlissenen, neu aufzulegen. Und was seh ich da bei gazzetta.it? Man kann sich jeden Titel der Gazzetta dello Sport von 1896 bis heute nachdrucken lassen [siehe Bild]. Und genau das werden wir - auch wenn in der Unterzeile nur der sizilianische Torjäger auftaucht und nicht unser Hamburger Jung.
Dann aber kam das Jahr 1990. Italia Novanta. Und schon bevor die WM angepfiffen wurde, waren Menotti und ich uns sicher, aber sowas von sicher, dass unsere Fußball-WG am Ende Weltmeister sein würde. Dreifacher. Endlich. Der Corriere dello Sport hatte wohl ähnliche Befürchtungen, da er nach dem Auftaktsieg der Deutschen gegen Jugoslawien titelte, "Der Panzer fährt nach Rom." Martialisch, klar. Wir fandens toll und dachten genauso. Es kam, wie es kam. Die Italiener unterlagen im Halbfinale Argentinien. Der Panzer fuhr nach Rom und Brehme haute den Gauchos den Elfer ins Tor, dass kein Pommes zwischen Pfosten und Ball gepasst hätte. Sieg. Siebter Himmel. Singen auf dem Kiez.
Am nächsten Tag kaufte ich mir die Gazzetta dello Sport, weil die so schön rosa ist. Dort stand zu lesen: "Germania Campione - Schillacci sul trono del gol." Da uns der sizilianische Torschützenkönig aber wenig interessierte, transplantierte ich stattdessen von Seite 5 die Zeile "Brehme sale sul trono" auf den Titel. Das heißt soviel wie "Brehme besteigt den Thron." Das gefiel uns besser. Alles andere beließen wir, wie es war und ließen uns zwei T-Shirts mit dem Gazzetta-Titel bedrucken.
Drei Tage später packten wir Menottis hammerschlaglackierten Ford Granada, den wir Il Panzer getauft hatten, und fuhren nicht nach Rom, aber eben nach Süditalien. Kaum an der Österreichisch-Italienischen Grenze angekommen, warfen wir uns die Shirts über und gingen direkt dort den ersten Espresso trinken. Das war ein Fest. Jeder, wirklich jeder Italiener klopfte uns auf die Schulter, weil wir doch die betrügerischen Argentinier rausgehauen hätten. Klar, wenn die Azzuri ins Finale gekommen wären, dann hätte alles ein anders Ende genommen, fügten sie dann an. Aber, wir hatten es Aubergine auf Pink! Wir 3, ihr 3! Ein toller Urlaub.

Gestern dann wollte ich den Gazzetta-Titel rekonstruieren, um die T-Shirts, die viel getragenen, längst verschlissenen, neu aufzulegen. Und was seh ich da bei gazzetta.it? Man kann sich jeden Titel der Gazzetta dello Sport von 1896 bis heute nachdrucken lassen [siehe Bild]. Und genau das werden wir - auch wenn in der Unterzeile nur der sizilianische Torjäger auftaucht und nicht unser Hamburger Jung.
Kann sein, dass dies in den Medien schon mehrfach beanstandend zur Sprache kam, mir ists bislang entgangen und deshalb frage ich einfach mal in die Runde:
"Warum, zum Teufel, hat sich eigentlich noch niemand über die roten Ausweichtrikots der deutschen Nationalmannschaft beschwert?"
Ich mein, ich war nie ein Freund der grünen Ausweichtrikots, mit denen ich auch immer eher Niederlagen verbunden habe, aber die hatten wenigstens Tradition. Klar, Tradition allein ist auch kein Grund an etwas festzuhalten. Nur gibt es eben schon eine ganze Reihe anderer Mannschaften, die sich bevorzugt oder ausweichend in Rot präsentieren - und das seit Jahrzehnten. Sicher, Grün ist ebenso belegt, aber da lässt sich ja die Tradition anführen. Mein Vorschlag für ein wirklich originelles Ausweichtrikot wäre Schwarz gewesen. Das ginge ja nun seit einigen Jahren, da die Schiris ebenfalls über Ausweichfarben verfügen. Ich schätze allerdings, dass Klinsis Farbberater wenig Positives zu dieser Farbwahl äußern würden. Wobei ich denke, wenn Rot die Aggressivität der eigenen Truppe steigern soll, dann dürfte Schwarz zumindest einschüchternde Wirkung beim Gegner erzielen...
"Warum, zum Teufel, hat sich eigentlich noch niemand über die roten Ausweichtrikots der deutschen Nationalmannschaft beschwert?"
Ich mein, ich war nie ein Freund der grünen Ausweichtrikots, mit denen ich auch immer eher Niederlagen verbunden habe, aber die hatten wenigstens Tradition. Klar, Tradition allein ist auch kein Grund an etwas festzuhalten. Nur gibt es eben schon eine ganze Reihe anderer Mannschaften, die sich bevorzugt oder ausweichend in Rot präsentieren - und das seit Jahrzehnten. Sicher, Grün ist ebenso belegt, aber da lässt sich ja die Tradition anführen. Mein Vorschlag für ein wirklich originelles Ausweichtrikot wäre Schwarz gewesen. Das ginge ja nun seit einigen Jahren, da die Schiris ebenfalls über Ausweichfarben verfügen. Ich schätze allerdings, dass Klinsis Farbberater wenig Positives zu dieser Farbwahl äußern würden. Wobei ich denke, wenn Rot die Aggressivität der eigenen Truppe steigern soll, dann dürfte Schwarz zumindest einschüchternde Wirkung beim Gegner erzielen...
Ich bin begeistert. Ich bin damit nicht allein. Dieser Confed-Cup hat Spaß gemacht. Mir und vielen anderen. Woran hat es gelegen?
In der heimischen Wahrnehmung sicher vor allem an den torreichen Begegnungen der eigenen Mannschaft. Das waren mitunter echte Fußballfeste allen voran das kleine Finale mit dem fulminanten 4:3 nach Verlängerung gegen Mexiko. Poldi und Schweini haben so einen positiven Wirbel verursacht, dass ich wetten könnte, die müßige Frage nach den vor langer Zeit ausgestorbenen Straßenfußballern wird bis zum Ende der WM im nächsten Jahr sicher keiner mehr aufwerfen. Strahlemann Klinsi hat Offensivfußball und Mannschaftsverjüngung versprochen - und Wort gehalten. Er hat sich vor seine Mannschaft gestellt, hat an dem arg [und zu Recht] kritisierten Robert The Berlin Wall Huth festgehalten und dadurch einen ganz außergewöhnlichen Publikumsliebling erschaffen. Bassdröhnende HUUUUUUUTHHH-Rufe bei jeder Ballberührung des ungelenken Verteidigers hat man doch zuletzt bei Klinsis Vorgänger Tante Käthe zu hören bekommen. Huth dankte es mit einer passablen Partie als Innenverteidiger gegen schwierige Mexikaner und vor allem mit dem Tor zum 3:2. Manch ein Fernseh-Kommentator erkannte sogar eine kontinuierliche Steigerung im Spiel unsres leibhaftigen Defensivbollwerks. Sicher, vom vielen Bankdrücken bei Chelsea hatte er wohl schlicht auch etwas Praxis nötig, um nicht gar so unbedarft wie im ersten Spiel auszusehen. Ein Diego Buchwald wird er dennoch nie. Wahrscheinlich auch kein Jürgen Kohler, dafür ist er körperlich einfach ein paar Nummern zu groß und dementsprechend sperrig. Aber ich glaube an Legendenbildung, wie scheinbar auch dieTalentsichterStar-Aufkäufer im Anschluss an Fußballgroßveranstaltungen. Entsprechend aufgebaut - und danach siehts ja gerade aus - könnte ihm also eine große Zukunft winken.
Ein weiterer Pluspunkt der gestern abgeschlossenen Veranstaltung war sicherlich auch die allgemein hohe Anzahl erzielter Tore [nimmt man die Griechen mal raus]. Da wurde von den von mir geschätzten Experten der ARD gestern schon mal vorsichtshalber darauf hingewiesen, dass die Teilnehmer des Confed-Cup bei der echten WM dann vielleicht doch überwiegend etwas vorsichtiger agieren werden. Eine Einschätzung, die ich teile und dennoch hoffe, dass wir uns nicht ganz von dem geilen Halodri-Fußball abkehren, der in den letzten 2 Wochen unsre Herzen im Sturm eroberte. Dass auch ein Klinsmann nicht wirklich Fußball-Mentalitäten zu ändern im Stande ist, weiß ich. Will ich ja auch gar nicht.
Ein Satz noch zur famosen Stimmung auf den Rängen: Die Begeisterung der Zuschauer liegt eventuell darin begründet, dass es für die echte WM keine Karten gibt. Jedenfalls nicht für Normalsterbliche. Also ergreift man die Chance und zelebriert WM im eigenen Land einfach ein Jahr vorher. Somit genau genommen tolle Vertriebspolitik. Aber ernsthaft, wenn mir da nicht gewaltig was vorgegaukelt wurde, dann war das eine astreine, kunterbunte Spitzenstimmung in den schmucken neuen Fußballoberhäusern.
So, genug gelabert über etwas, das die meisten genauso sehen. Ich bin jedenfalls heiß auf die WM im nächsten Jahr. Hab ich das schonmal gesagt? Achja, hier:
wm-fieber - auftakt confed cup...
In der heimischen Wahrnehmung sicher vor allem an den torreichen Begegnungen der eigenen Mannschaft. Das waren mitunter echte Fußballfeste allen voran das kleine Finale mit dem fulminanten 4:3 nach Verlängerung gegen Mexiko. Poldi und Schweini haben so einen positiven Wirbel verursacht, dass ich wetten könnte, die müßige Frage nach den vor langer Zeit ausgestorbenen Straßenfußballern wird bis zum Ende der WM im nächsten Jahr sicher keiner mehr aufwerfen. Strahlemann Klinsi hat Offensivfußball und Mannschaftsverjüngung versprochen - und Wort gehalten. Er hat sich vor seine Mannschaft gestellt, hat an dem arg [und zu Recht] kritisierten Robert The Berlin Wall Huth festgehalten und dadurch einen ganz außergewöhnlichen Publikumsliebling erschaffen. Bassdröhnende HUUUUUUUTHHH-Rufe bei jeder Ballberührung des ungelenken Verteidigers hat man doch zuletzt bei Klinsis Vorgänger Tante Käthe zu hören bekommen. Huth dankte es mit einer passablen Partie als Innenverteidiger gegen schwierige Mexikaner und vor allem mit dem Tor zum 3:2. Manch ein Fernseh-Kommentator erkannte sogar eine kontinuierliche Steigerung im Spiel unsres leibhaftigen Defensivbollwerks. Sicher, vom vielen Bankdrücken bei Chelsea hatte er wohl schlicht auch etwas Praxis nötig, um nicht gar so unbedarft wie im ersten Spiel auszusehen. Ein Diego Buchwald wird er dennoch nie. Wahrscheinlich auch kein Jürgen Kohler, dafür ist er körperlich einfach ein paar Nummern zu groß und dementsprechend sperrig. Aber ich glaube an Legendenbildung, wie scheinbar auch die
Ein weiterer Pluspunkt der gestern abgeschlossenen Veranstaltung war sicherlich auch die allgemein hohe Anzahl erzielter Tore [nimmt man die Griechen mal raus]. Da wurde von den von mir geschätzten Experten der ARD gestern schon mal vorsichtshalber darauf hingewiesen, dass die Teilnehmer des Confed-Cup bei der echten WM dann vielleicht doch überwiegend etwas vorsichtiger agieren werden. Eine Einschätzung, die ich teile und dennoch hoffe, dass wir uns nicht ganz von dem geilen Halodri-Fußball abkehren, der in den letzten 2 Wochen unsre Herzen im Sturm eroberte. Dass auch ein Klinsmann nicht wirklich Fußball-Mentalitäten zu ändern im Stande ist, weiß ich. Will ich ja auch gar nicht.
Ein Satz noch zur famosen Stimmung auf den Rängen: Die Begeisterung der Zuschauer liegt eventuell darin begründet, dass es für die echte WM keine Karten gibt. Jedenfalls nicht für Normalsterbliche. Also ergreift man die Chance und zelebriert WM im eigenen Land einfach ein Jahr vorher. Somit genau genommen tolle Vertriebspolitik. Aber ernsthaft, wenn mir da nicht gewaltig was vorgegaukelt wurde, dann war das eine astreine, kunterbunte Spitzenstimmung in den schmucken neuen Fußballoberhäusern.
So, genug gelabert über etwas, das die meisten genauso sehen. Ich bin jedenfalls heiß auf die WM im nächsten Jahr. Hab ich das schonmal gesagt? Achja, hier:
wm-fieber - auftakt confed cup...
Dank des starren Korsetts [Glasvitrine, Haarfriseur?], das diesem Blog in Form des akimbo Schwerpunkts den Leib einschnürt Figur verleiht, kam eines meiner Lieblingsthemen noch gar nicht zur Sprache: Fußball.
Gut, ich könnte natürlich damit aufmachen, dass unsere Akimbo-Fußballerinnen souverän und zum sechsten Mal [!] in Folge ins Finale der Frauen-EM eingezogen sind und dennoch nur mit einen zweiminütigen Beitrag in der Spielpause des Konfetti-Cups bedacht wurden. Ich könnte von Goalgetterin Birgit Prinz schwärmen oder der Ausnahme-Trainerin Tina Theune-Meyer, aber das will ich an dieser Stelle gar nicht.
Nay, eigentlich wollte ich was anderes. Ich habe nämlich gestern erstmals den Confed-Cup mit echtem Interesse verfolgt. Mag daran liegen, dass bei all dem erbärmlichen Freundschaftsgespiele, was man als bereits für die WM qualifizierter Ausrichter derselben im Vorfeld bestreitet, diese Lückenbüßer Veranstaltung tatsächlich beinahe ernst wirkt. So mit Eröffnungspipapo und den schmucken neuen Stadien, mit Gruppenspielen und Finalrunden. Ich war also gestern so richtig ein bisschen heiß. Dann kam natürlich, was kommen musste. Meine Mannschaft, die deutsche, spielte überwiegend fad, statisch, auch rumpelig, klar. Dennoch, wenn man den - nun doch - Konfetti-Cup nicht so ernst nimmt, dann war es auch eine ausgesprochen lustige Partie mit immerhin 7 Toren und einem Sieg am Ende. Allein, der Beckmann wollte nicht mitspielen. Er nörgelte [meinetwegen auch zu Recht] in einer Tour und an allem. Da geht meine Stimmung peu à peu auch flöten. Das war schon früher so. Als Sportschau und öffentlich-rechtlich Bedingung war für die Präsentation der Bundesliga. Das hat uns damals alle sehr runtergezogen. Dann kamen die Privaten. Erst der unsägliche Ulli Potosfski mit Anpfiff, dessen Mannschaft sich leider auch noch jounalistisch positionieren wollte, dann endlich ran. Nicht dass ich mich für die Werbeunterbrechungen hätte begeistern können, aber in den ersten zwei Jahren war die überwiegend positive Berichterstattung aus Deutschlands Stadien gut für die Stimmung. Zu Hause und in der Folge auch in den Stadien. Auf den Rängen und auf dem Platz. Motzen kann ich nämlich selber, auch nörgeln. Da brauch ich keinen journalistisch korrekten Beckmann.
Trotzdem, öffentlich-rechtlich hat einen echten Schatz in petto und das ist das Gespann Delling/Netzer. Da darf das 70er Jahre Fossil Günther Netzer selbstverständlich mit brutalst möglicher Schonungslosigkeit den Finger in die Wunden unser Rumpelfußballer stecken. Zudem, wo ich die Rollenverteilung der beiden nach all den Jahren immer noch so amüsant finde. Gerhard Delling, den man sich fast in kurzen Hosen vorstellt. Die meiste Zeit unterwürfig, weil Netzer ja so ein Denkmal und so kompetent... und dann um so witziger, wenn er sich mal frech traut. Sicher, Gerhard Delling ist Sportchef des NDR und dementsprechend wohl nicht ernsthaft unterwürfig, aber ich nehms den beiden immer wieder ab. Netzer finde ich allerdings tatsächlich über weite Strecken ausgesprochen kompetent und dann die Erscheinung und die dazu gehörige Körpersprache. Toll.
Mal sehen, wie weit es uns noch rumpelt in diesem grandiosen Turnier. Dass es grandios ist, habe ich spätestens begriffen, als die brasilianische Mannschaft beim Training in Leverkusen gezeigt wurde. Rappelvolles Stadion [!] und Samba-Trommeln. Beim Training. Die nächste Übungseinheit haben die dann lieber in Leipzig vor absolut leeren Rängen veranstaltet...
wm-fieber - fazit confed cup...
Gut, ich könnte natürlich damit aufmachen, dass unsere Akimbo-Fußballerinnen souverän und zum sechsten Mal [!] in Folge ins Finale der Frauen-EM eingezogen sind und dennoch nur mit einen zweiminütigen Beitrag in der Spielpause des Konfetti-Cups bedacht wurden. Ich könnte von Goalgetterin Birgit Prinz schwärmen oder der Ausnahme-Trainerin Tina Theune-Meyer, aber das will ich an dieser Stelle gar nicht.
Nay, eigentlich wollte ich was anderes. Ich habe nämlich gestern erstmals den Confed-Cup mit echtem Interesse verfolgt. Mag daran liegen, dass bei all dem erbärmlichen Freundschaftsgespiele, was man als bereits für die WM qualifizierter Ausrichter derselben im Vorfeld bestreitet, diese Lückenbüßer Veranstaltung tatsächlich beinahe ernst wirkt. So mit Eröffnungspipapo und den schmucken neuen Stadien, mit Gruppenspielen und Finalrunden. Ich war also gestern so richtig ein bisschen heiß. Dann kam natürlich, was kommen musste. Meine Mannschaft, die deutsche, spielte überwiegend fad, statisch, auch rumpelig, klar. Dennoch, wenn man den - nun doch - Konfetti-Cup nicht so ernst nimmt, dann war es auch eine ausgesprochen lustige Partie mit immerhin 7 Toren und einem Sieg am Ende. Allein, der Beckmann wollte nicht mitspielen. Er nörgelte [meinetwegen auch zu Recht] in einer Tour und an allem. Da geht meine Stimmung peu à peu auch flöten. Das war schon früher so. Als Sportschau und öffentlich-rechtlich Bedingung war für die Präsentation der Bundesliga. Das hat uns damals alle sehr runtergezogen. Dann kamen die Privaten. Erst der unsägliche Ulli Potosfski mit Anpfiff, dessen Mannschaft sich leider auch noch jounalistisch positionieren wollte, dann endlich ran. Nicht dass ich mich für die Werbeunterbrechungen hätte begeistern können, aber in den ersten zwei Jahren war die überwiegend positive Berichterstattung aus Deutschlands Stadien gut für die Stimmung. Zu Hause und in der Folge auch in den Stadien. Auf den Rängen und auf dem Platz. Motzen kann ich nämlich selber, auch nörgeln. Da brauch ich keinen journalistisch korrekten Beckmann.
Trotzdem, öffentlich-rechtlich hat einen echten Schatz in petto und das ist das Gespann Delling/Netzer. Da darf das 70er Jahre Fossil Günther Netzer selbstverständlich mit brutalst möglicher Schonungslosigkeit den Finger in die Wunden unser Rumpelfußballer stecken. Zudem, wo ich die Rollenverteilung der beiden nach all den Jahren immer noch so amüsant finde. Gerhard Delling, den man sich fast in kurzen Hosen vorstellt. Die meiste Zeit unterwürfig, weil Netzer ja so ein Denkmal und so kompetent... und dann um so witziger, wenn er sich mal frech traut. Sicher, Gerhard Delling ist Sportchef des NDR und dementsprechend wohl nicht ernsthaft unterwürfig, aber ich nehms den beiden immer wieder ab. Netzer finde ich allerdings tatsächlich über weite Strecken ausgesprochen kompetent und dann die Erscheinung und die dazu gehörige Körpersprache. Toll.
Mal sehen, wie weit es uns noch rumpelt in diesem grandiosen Turnier. Dass es grandios ist, habe ich spätestens begriffen, als die brasilianische Mannschaft beim Training in Leverkusen gezeigt wurde. Rappelvolles Stadion [!] und Samba-Trommeln. Beim Training. Die nächste Übungseinheit haben die dann lieber in Leipzig vor absolut leeren Rängen veranstaltet...
wm-fieber - fazit confed cup...






